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Mittwoch, 08.08.2007 | von: powerschnegge

Davos – 22. Swiss Alpine Marathon K78, 28. Juli 2007 – „Irre heiß im Tal – Regen und Gewitter am Berg“

Der K78 hat eigentlich 78,5 kms, wissen viele Treter gar nicht.  Dieses Jahr zum vierten Mal – dieses Jahr schon Anreise am Sonntag zuvor, zum Urlauben, zum Adaptieren, zum Guggen, zum zum zum ….

Montag - Streckenbesichtigung
Jawohl, das ist doch für solche blutigen Anfänger genau das richtige, da machen wir mit – mit dem Zügle der RätoBahn nach Bergün, mit dem Bus rauf nach Chants.  „Informationen über Landschaft, Natur und Geschichte“ – uuuuhh, davon wird es nix geben, weil es ziemlich chaotisch jeder-geht-los-wann-er-will zugeht – „Geeignet nur für gut tränierte Personen“ – oooooh, ob man uns da mitnimmt?

Die ganze Affenbande aus den Bussen in Chants raus – gleich mal Bligg und Kamera schweifen lassen, gigantisch.

Man ist auf 1800plus Meter Höhe – aber wir wollen noch höher rauf.

Erst mal durch Chants durchtigern, sowieso nur 10 Häuser und dann rein in die Wildnis, fast Wildnis.

Alle zwei Minuten eine noch tollere Aussicht – bis zu der Egge, wos links ab und hoch geht (bekannt als „noch 30-kms-ab-hier“ am Lauftag) isses noch harmlos - aber jetzt kommt der Hammer-der-im-Kopf-hämmert, die-Lunge-versucht-das-Luftkriegen, die-Ohren-hören-dieses-Pfeifen, Hände-auf-die-Oberschenkel, Arschbaggen-Zusammenkneifen, die näxte halbe Stunde hats wahrlich in sich.



Diese nicht mal 1.4 kms von Valzana (letzte Station) bis zur Station Tschüvel haben nur schlabbe 340 Höhenmeter – trotzdem, ab hier ist der Rest nur noch a Bisserl, beinahe fast in etwa.

Aber noch ist der höxte Punkt nicht erreicht, die Keschhütte, nochmal 340 Meter, aber verteilt auf 3 kms – Bligg zurügg, ob noch jemand nachkommt, oder nicht, oder Berglöwen und Giraffen.

Wegmarkierung – heute wird gegangen, gewandert, getrödelt.

Nach hinten und nach vorne geguggt.

„Immer an der Wand lang“, der Bergwand.

Blühende Blumen und rauschende Bäche, ein genialer Tag, Wetter bombig.

links:   Ja, Keschhütte, da wollen wir hin, also noch nicht verfranst.
rechts:   Da wollen wir nicht hin, das ist hinter der Keschhütte – Piz Alpin und Piz Kesch.

Die Keschhütte (eigentlich häßlich) und der Weg hinauf zu ihr, die letzten paar Hundert Meter.

links:   Müsste Piz Kesch sein – soll diese Fahne etwa heißen, daß der den Schwiezern gehört?
rechts:   Genug rumgehoggt und gefuttert – näxtes Ziel ist der Scalettapass, schlabbe 7 kms weg.

links:   Wieder runter, aber nicht lange – alles wieder hoch, uaaaaaaaaa.
rechts:   Bligg zurügg – tschüß, bis Samstag dann.

links:   Amerikanerin mit Sandalen – der Koffer mit den Laufschuhen sei nicht angekommen – Päch Päch Päch – Räspäkt, mit diesen Schühchen hier oben rumwieseln.
rechts:   Mountainbiker en masse – eigentlich nicht das richtige Terräng, Bikes werden auch viel geschoben getragen geschlagen verflucht.

links:   Immer wieder Riesen zur Rechten oder zur Linken.
rechts:   Hier werden am Samstag die K42er sich ins Tal hinunterstürzen – wir K78er bleiben oben und trampeln auf dem Panoramatreil um den Berg in halber Höhe herum.

Das Tal und der Panoramatreil.


Das sind die Gründe, warum der Trampelpfad eben Panoramatreil heißt.

Am Renntag gilt es, sich auf die Krümmungen, die Felsbroggen, die Bäche, den Abgrund, den Matsch, den hinteren Teil der Anatomie der Vorläuferin usw. zu konzentrieren – heute keine Hektik, kein Sträss, Zeit im Überfluß.

Das müsste ungefähr die Stelle sein, wo am Samstag die Station Tagliöl aufgebaut wird – und kurz zuvor wird es am Samstag anfangen zu regnen, nein zu hageln, ein Gewitter am Berg, muß man erlebt haben – und bis zu der Station ist der Trubb, der gerade über den Panoramadingsbums schleicht, schon klatschnass, aber die Leute am Stand haben vorgesorgt – Läufer-Mülltüten überstülpen, hilft wenigstens gegen den eisigen Wind und weiteren Regen – der Pfad wird zum Bach, egal, man wird sowieso komplett naß sein – kein Zuggerschläggen, der Panoramatreil, weder bei Sonne noch bei Regen noch bei Nebel (wie schon mal zuvor), kruzidürken – am Skelettpass angekommen werden alle nur noch bibbern und maulen und fluchen, Regen wird aber aufgehört haben.

links:   Solche Passagen über den Pfad sind ein Läggerbissen, wenn sie naß und saurutschig sind.
rechts:   Im Tal fließt was dahin, weiß der Geier wie der Bach heißt.

Nicht viel los hier, eine herrliche Ruhe.

links:   Arbeiter machen hier noch eine Art Absperrung bei einer etwas heikleren Stelle – eigentlich gefahrloser Pfad, aber für Nicht-Schwindelfreie trotzdem nicht ohne – immer auf den Boden guggen oder links den Berg hoch oder auf den Hintern davor.
rechts:   Der letzte Rest von Schnee – wird an der Stelle von Jahr zu Jahr weniger, bald isser ganz weg.

A bisserl Edelweiß kann nicht schaden.

Links herum zum Skelettpass.

Heute verlassen, der Pass – am Samstag hier der Rennarzt, ne Bude und ein Zelt – es ist kalt, lieber gleich wieder runter, jetzt die 3 kms Steilablauf, da kann man fast gar nicht gehen, also lieber rennen und schon mal die Oberschenkel quälen und nen Muskelkater einbauen (der dann bis Samstag weg ist und am Samstagnachmittag an selbiger Stelle auch nicht wiederkommt).


Zum Beweis das Schild fotofieren und die Biker nach oben schiggen - die Jungs fluchen ohne Ende, haben ja auch die 3 kms mit 500 Höhenmeter, die wir jetzt hinabbrettern, hochgeschoben - auf die Aussage: „Gleich da, nur noch 100 Meter“ meinen sie:  „Das haben sie uns seit 2 Stunden gesagt!“






Ganz schön steil – eine ganz subbaflotte Mieze wird hier am Samstag sich voll hinlegen, aber trotzdem den K42 gewinnen.

Uff, das ist ächt anstrengend, hier runter zu hammern – ab jetzt bis Dürrboden wirds doch gemütlicher und wesentlich unanstrengender.

links:   „Seid gegrüsst im Tal, Ihr verrüggten Menschentiere!“
rechts:   Letzte Reminiszenz, wo wir waren.


Quasi wieder festen Boden unter den Füssen – „Dürrboden, hier ist Dürrboden, bitte einsteigen in die Busse“ – nee, wir laufen, also rennen, den Rest nach Davos zurügg, nur 14 kms – ziemlich verlassen und runtergekommen, dieses Dürrboden – am Samstag hier die große „Auffangstation“ mit wie sie es hier nennen „Sanität“  (= Sanitätszelt und Rotes Kreuz).





Das Dischmatal zurügg nach Davos ist die Reststrapazze voll wert.

Postkarten-Foto bei ca. km 70 – hier rennt ein Trubb richtiger Läufer im Affenzahn vorbei, der K78-Sieger am Samstag, ein Schwede, ist auch dabei, hat sich wohl die Stregge subba gut angeschaut und oberextramegacomplettobesichtigt und alles gemerkt.












In Davos gehts am Golfplatz vorbei – der Kirchturm ist ein Ziel, an das man sich klammern kann, von da nur noch 500 Meter, max.

links:   Das Dischmatal von 1 Uhr Richtung 8 Uhr – an der Waldegge dann abbiegen Richtung 4 Uhr – so wird gelaufen.
rechts:   Das Stadtzentrum, eben Davos Platz – Fotos von der Schatzalp runter.

Links, die ersten kms raus aus Davos – rechts, die letzten Meter ins Stadion in Davos.

links:   Der Davoser See empfängt zum Drum-herum-Rennen.
rechts:   Die Berliner Sigrid Eichner und Rainer Schädlich beim Davoser Seelauf am Dienstag Abend.

Mittwoch - Ausflug zur Diavolezza
Um möglichst viele rote Blutmännchen noch zu produzieren und sich an die Höhenluft anzupassen, am Mittwoch nen Ausflug auf 3000 Meter rauf.

links:   Über den Flüelapass rüber – kleiner See dort, wartet auf das Foto.
rechts:   Da wollen wir rauf - aber nicht laufend, sondern mit Seilbahn, muhahaha.

Da staunen sogar die Blumen - die Kinnlade fällt munter runter.

Hey, das sind dieselben Schilder wie bei uns, das heißt drüben in Davos.

links:   Die Welt dort unten.
rechts:   Ein uriger Schweizer? – oder ein Tübb aus Berlin?

Bißchen in Davos rumstöbern


links:   Brunnen neben dem CoOp, wo man prima Mittag essen kann.
rechts:   Gruß an MMchen.

links:   Seid willkommen, Ihr Verrüggten – wir mögen Eure Euros und Dollars sehr sehr gerne.
rechts:   Hotel zur Post grüßt auch.

links:   Eingang zur Kantonsbolizei.
rechts:   Das beste Haus am Platz, das Bällvädär.

links:   Das Kongresszentrum – für die Läufer, die Mara-Messe und das Medical Zeux.
rechts:   Alexander Spengler, naggig uiiiiii, im Kulturpark.

Donnerstag - Ausflug ins Sertigtal
Früher gings nicht über den Skelettpass nach Hause, sondern über den Sertigpass und das selbige Tal – soll ein schönes Tal sein, also mal austschäggen.

links:   Das Sertigtal von oben – vom Stelapass auf der anderen Seite aus gesehen.
rechts:   Im Sertigtal selber, auf dem Weg zum Sertig Dörfli.


Endstation für Autos – seltsame Wörter hamm die hier, soll wohl Anlieger heißen, aber Stösser is auch nicht schlecht – richtige Postkarten-Fotos wieder.









Freitag - Startnummern, Pasta-Party und allgemeines Zusammenrotten

links:   Im Kongresszentrum, wos die Startnummern gibt, wird eine medizinische Untersuchung kostenlos angeboten, ein Intelligenz-Eignungstest-ob-man-da-rauf-darf:  Schneggi konnte gegen eine geringe Gebühr unterm Tisch für diese drei Figuren auf der Hühnerstange – Martin Dinter und Michael Asphaltmopser Richter aus Braunscheig und MM – eine Ausnahmegenehmigung doch noch rausholen.
rechts:   Der schon wieder – bei der Pastaparty im Freien, im Stadion – ein gewisser Klaus Duwe.

links:   Am Tisch im blauen Hemd und mit weißer Schiebermütze sitzt Rainer Schädlich, ihm gegenüber Heinz Göllner im schwarzen Hemd.
rechts:   Jürgen Köllner, von einem Schiropraktiker gerettet, hatte sich was am Kreuz beim in-den-Bergen rauf-und-runter geholt – erreicht am Samstag mit schlabben 200 Metern Vorsprung das Ziel, aber denkbar knäbbli, der Bazi.

links:   Im Gegenlicht (was stehen die auch so blöd mit dem Rüggen zur Sonne, hä hä?) Martin Dinter und Diana Lehmann aus Pozzblizz – sie rast am Samstag beim K42 auf Platz 1.
rechts:   Rainer nochmal in größer – der Knabe hat alle 22 dieser K78er komplett, halt, früher waren die Dinger ja kürzer, egal hat alle completto.

links:   Viel Haar auf und am Kopf.
rechts:   Die Leute beim Futtern und Rumschwadronieren:  „Wer ist sonst noch da?“

links:  Live-Schaltung zur Keschhütte rauf, via Satellit.
rechts:   Ilona darf nicht fehlen.

Da hinten kommen wir morgen rein und da vorne laufen wir ins Ziel – da ist übrigens auch der Start.

links:   Die Helfer mit schönem Hemd, wollen aber keins hergeben.
rechts:   Thomas Miksch will es auf seine „alten Tage“ (seine Worte) nochmal wissen – und macht Platz 6 beim K78, sabbalott, holySchitt.

Noch mehr Pasta-Party und die Eissporthalle neben dem Stadion.


Am Freitagabend gibbs traditionell auf der Hauptstraße, der Promenade, ein Straßenfest – da läuft noch Niels, der blonde Bursche, vor die Kamera.

Sonntag – Abfahrt

Noch ein letztes Mal um den Davoser See, ein Juwel - genauso ist der Swizz Alpein keine Pein, sondern ein wahres Juwel, zum Geniessen.









Aufm Parkplatz schleichen seltsame Gestalten rum – Klaus Duwe im Beutehemd und Eberhard Ostertag, auch ein Stammkunde.

Die Beute:  schöne Urkunde, keine Medaille dieses Jahr kruzidürken – und das Hemd.
Grüzi
Schneggi

Frühere Berichte:
21. Swiss Alpine Marathon K78 2006
20. Swiss Alpine Marathon K78 2005
19. Swiss Alpine Marathon K78 2004
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